Junge Bäume sichern alte Streuobstwiesen

Unabhängig vom Streuobstgenussschein wurden Neupflanzungen auf Streuobstwiesen nur in geringem Umfang realisiert. Sie sind aber notwendig, um die Streuobstbestände auf den Wiesen zu verjüngen. Laut Naturschutzbund Deutschland (NABU) kann nur ein Jungbaumanteil von 12 bis 15 Prozent den Bestand langfristig sichern.

Die beste Pflanzzeit für Jungbäume auf einer Streuobstwiese ist der Spätherbst. So haben die Bäume, b­­­evor der Bodenfrost einsetzt, ausreichend Zeit, Wurzeln zu schlagen. Wird erst im Frühjahr gepflanzt, erhöht sich der Gießaufwand erheblich und der Anwachserfolg sinkt.

Bei Nachpflanzungen auf einer bestehenden Streuobstwiese sollte der Abstand zum nächsten alten Baum mindestens fünf Meter betragen. Frisch gepflanzte Hochstammbäume benötigen Baumpfähle als Wachstumshilfe, da sie noch nicht fest im Boden verwurzelt sind. Ein Maschengeflecht um den Stamm herum schützt vor Schäden durch Reh oder Hase, ein Drahtgeflecht um die Wurzeln vor Wühlmäusen. Außerdem sollte die Pflanzgrube sorgsam ausgehoben und vorbereitet werden. Nicht zuletzt die Standortwahl selbst (Bodenqualität und -feuchtigkeit, Rundherumbewuchs, Licht) ist ausschlaggebend für Wachstum und Entwicklung der Bäume.

Unsere Fachberater der Streuobstpflege sowie der SOS-Vergaberat haben eine Pflanzanleitung erarbeitet, die für interessierte Laien eine Hilfe sein kann.
Bei weiterführenden Fragen können Sie sich an unsere Geschäftsstelle sowie an die Fachberater direkt wenden.

Materialien

Weitere Informationen

Förderung

Pflanzung und Pflege

SOS-MV | Streuobstwiese Pflegeschnitt

Genussschein kaufen

SOS-MV Streuobstgenussschein-Zertifikat